Studie: Überschriften und Barrierefreiheit – Agenturen

In den letzten Monaten gab es wieder einige Artikel in Sachen Überschriften und deren strukturellen Einsatz. Über so etwas Kurzes und Harmloses wie Überschriften (Putzhuber, Maria: Pfiffige Überschriften, MAIN_blog) lässt sich dann tatsächlich eine Menge sagen.

So haben Überschriften eine ganz klar strukturierende Wirkung (Hellbusch, Jan Eric: Strukturelle Navigation, MAIN_blog) und deren strukturelle Reihenfolge sollte eingehalten werden. Bis hierher wird mir jeder folgen wollen. Mit dem Blick auf Barrierefreiheit wird es dann jedoch schon schwieriger, hier tauchen die meisten Widersprüche in Empfehlungen und Diskussionen auf.

Um mir diese Problembereiche etwas näher in der Praxis ansehen zu können, habe ich eine kleine Studie erarbeitet und mich in der großen, barrierefreien Welt der Agenturen, Institutionen und wichtigen Portalen umgesehen:

  • Werden Überschriften verwendet?
  • Wie sieht die strukturelle Reihenfolge der Überschriften aus?
  • Werden für die strukturellen Bereiche Überschriften verwendet und welche Bereiche sind das?
  • Welche Probleme und Auffälligkeiten gibt es?

Hinweis: Diese Ergebnisse sind nur EIN Teil einer Gesamtbetrachtung. Dies ist NICHT eine Studie über alle barrierefreien Agenturen. Bitte lesen Sie vorab auch die Einleitung zur gesamten Studie.

Update: Dieser Teil wurde noch weiter überarbeitet, vor allem die Verschachtelungsproblematik und der Einsatz von einer oder mehrerer H1-Überschriften wurde vertieft.

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Studie: Überschriften und Barrierefreiheit – Einleitung

In den letzten Monaten gab es wieder einige Artikel in Sachen Überschriften und deren strukturellen Einsatz. Über so etwas Kurzes und Harmloses wie Überschriften (Putzhuber, Maria: Pfiffige Überschriften, MAIN_blog) lässt sich dann tatsächlich eine Menge sagen.

So haben Überschriften eine ganz klar strukturierende Wirkung (Hellbusch, Jan Eric: Strukturelle Navigation, MAIN_blog) und deren strukturelle Reihenfolge sollte eingehalten werden. Bis hierher wird mir jeder folgen wollen. Mit dem Blick auf Barrierefreiheit wird es dann jedoch schon schwieriger, hier tauchen die meisten Widersprüche in Empfehlungen und Diskussionen auf.

Wie Eva Papst in “Scannen” statt lesen ausführt, auch blinde Surfer scannen die Webseite, springen von Überschrift zu Überschrift und verschaffen sich einen ersten Überblick über den Inhalt der Webseite durch deren Struktur. Mit dem Screenreader JAWS macht man das mit der Taste H und kann mit den Zahlen 1 bis 6 zwischen den Überschriften-Ebenen navigieren.

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Barrierefreiheit: Je exotischer die Anforderungen, desto besser :)

Für mich immer wieder lustig zu beobachten: Jemand – Gerrit von Aaken – ist verwirrt in Sachen barrierefreies Webdesign und notiert diese Unsicherheit: Zugänglichkeit im Webdesign – es bleibt schwierig! Das wäre ja in Summe durchaus ok, wenn nicht ähnliche argumentative Unschärfe nicht schon in Gelsenkirchen geherrscht hätte.

Damit hat man es mit einer Folgediskussion zu tun, die zwar immer noch eine Unsicherheit ausdrückt, aber – meiner Meinung nach – langsam beginnt, Linien fest machen zu wollen. Daher ist es nur richtig, dass die Kommentare – besonders aus dem barrierefreiem Fachgebiet – entsprechend häufig und harsch ausgefallen sind. Also noch einmal von vorne – die Argumente ein wenig ordnend:

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