Wir kennen schon alles: #html5, #css3, #responsive webdesign, #mobile first und #flex layout. Und das alles #barrierefrei? Aber klar doch, weil mir #accessibility einfach Spass macht.
3 Gedanken zu “EfA-Tagung: Workshop 08 – Hübsch oder häßlich”
[quote post="208"]Leider wird bereits im zweiten Absatz des Thesenpapiers eine merkwürdige Gegenüberstellung aufgemacht: Barrierefreiheit und/oder barrierefreies Webdesign erhält eine Bollwerkfunktion gegen die schnelllebige Zeit, den Fortschritt und die Reizüberflutung.[/quote]
Das war in der Tat nicht so gemeint. Webdesign hat keine Bollwerkfunktion, sondern kann im Informationsfluss Orientierungspunkte bieten.
Ein zentraler Gedanke des Einleitungstextes ist es, eine Basis für die Diskussion ästhetischer Aspekte zu schaffen. Dies mit Praxisbezug. Vielleicht wird dies an zwei Beobachtungen deutlich.
- sehr viele Webseiten von Organisationen der Behindertenhilfe und – selbsthilfe sowie von sozialen Organisationen, aber auch von staatlichen Stellen haben noch nicht einmal ein konsequentes Non-Design. Es gibt keinen plausiblen Grund, warum das so sein muss. Und “Schönheit” ist tatsächlich im Rahmen einer weiteren Definition von Barrierefreiheit von Bedeutung, denn das Design sollte/darf inklusiv sein. Eine komplett barrierefrei Seite, die Ästhetik vernachlässigt (technisch ist das ja möglich) wird bei Menschen ohne Behinderung kaum Anklang finden, oder sogar Voruteile bestätigen.
- diese Vorurteile lauten in der Praxis von Unternehmen denn auch häufig: “Wenn wir unsere Seite barrierefrei machen, müssen wir ästhetische Abstriche machen, können unsere CI nicht einhalten, schwächen unsere Marke und beeinträchtigen damit Vermögenswerte.” So, wie viele der Seiten, die von den prominentesten Träger des Barrierefreiheitsgedankens aussehen, kann ich den Skeptikern diese Einschätzungnicht wirklich verübeln. Der Blick ins Ausland öffnet da schon eher die Augen dafür, dass es diesen Widerspruch nicht geben muss.
Gut, das hört sich doch schon besser an. :-) Und ich muss gestehen, dass mir dieser starke ästhetische Bezug aus dem Papier nicht klar geworden ist. Aber der ist interessant, der läßt sich tatsächlich diskutieren.
Ja, ich fürchte jedoch, dass das Non-Design, wie Sie es nennen, zum einen dem geschuldet ist, dass diese Organisationen nicht auf Designer zurückgegriffen haben, aus welchen Gründen auch immer. Und zum anderen dieses Non-Design einem grundlegenderem Verständnis der Nutzbarkeit von Webseiten geschuldet ist, nicht so sehr, ob die Webseite auch ästhetisch was her macht. :-)
Aber wie man das auf etlichen Seiten mittlerweile sehen kann (Einfach für alle, BIK, Access for all), sind die schon eher ansprechend gemacht, gleichen sich an Web 2.0 Look and Feel an.
Die Wechsel- bzw. Rückwirkung, die eher tröge institutionelle Seiten haben können – das betrifft ja nicht nur Seiten mit Barrierefreiheit als Schnittpunkt -, ist klar, besonders auf Kunden und das Tagesgeschäft. Jedoch erscheint mir diese Rückwirkung erst in zweiter Linie gegeben, vorrangig scheint da eher ein tieferliegendes Unverständnis – auch auf von der Designseite – zu herrschen, so unter dem Motto: Warum muss man sich das nur immer wieder antun – eine Seite auch unter diesem barrierefreien Aspekt zu beleuchten.
[quote post="208"]Leider wird bereits im zweiten Absatz des Thesenpapiers eine merkwürdige Gegenüberstellung aufgemacht: Barrierefreiheit und/oder barrierefreies Webdesign erhält eine Bollwerkfunktion gegen die schnelllebige Zeit, den Fortschritt und die Reizüberflutung.[/quote]
Das war in der Tat nicht so gemeint. Webdesign hat keine Bollwerkfunktion, sondern kann im Informationsfluss Orientierungspunkte bieten.
Ein zentraler Gedanke des Einleitungstextes ist es, eine Basis für die Diskussion ästhetischer Aspekte zu schaffen. Dies mit Praxisbezug. Vielleicht wird dies an zwei Beobachtungen deutlich.
- sehr viele Webseiten von Organisationen der Behindertenhilfe und – selbsthilfe sowie von sozialen Organisationen, aber auch von staatlichen Stellen haben noch nicht einmal ein konsequentes Non-Design. Es gibt keinen plausiblen Grund, warum das so sein muss. Und “Schönheit” ist tatsächlich im Rahmen einer weiteren Definition von Barrierefreiheit von Bedeutung, denn das Design sollte/darf inklusiv sein. Eine komplett barrierefrei Seite, die Ästhetik vernachlässigt (technisch ist das ja möglich) wird bei Menschen ohne Behinderung kaum Anklang finden, oder sogar Voruteile bestätigen.
- diese Vorurteile lauten in der Praxis von Unternehmen denn auch häufig: “Wenn wir unsere Seite barrierefrei machen, müssen wir ästhetische Abstriche machen, können unsere CI nicht einhalten, schwächen unsere Marke und beeinträchtigen damit Vermögenswerte.” So, wie viele der Seiten, die von den prominentesten Träger des Barrierefreiheitsgedankens aussehen, kann ich den Skeptikern diese Einschätzungnicht wirklich verübeln. Der Blick ins Ausland öffnet da schon eher die Augen dafür, dass es diesen Widerspruch nicht geben muss.
Gut, das hört sich doch schon besser an. :-) Und ich muss gestehen, dass mir dieser starke ästhetische Bezug aus dem Papier nicht klar geworden ist. Aber der ist interessant, der läßt sich tatsächlich diskutieren.
Ja, ich fürchte jedoch, dass das Non-Design, wie Sie es nennen, zum einen dem geschuldet ist, dass diese Organisationen nicht auf Designer zurückgegriffen haben, aus welchen Gründen auch immer. Und zum anderen dieses Non-Design einem grundlegenderem Verständnis der Nutzbarkeit von Webseiten geschuldet ist, nicht so sehr, ob die Webseite auch ästhetisch was her macht. :-)
Aber wie man das auf etlichen Seiten mittlerweile sehen kann (Einfach für alle, BIK, Access for all), sind die schon eher ansprechend gemacht, gleichen sich an Web 2.0 Look and Feel an.
Die Wechsel- bzw. Rückwirkung, die eher tröge institutionelle Seiten haben können – das betrifft ja nicht nur Seiten mit Barrierefreiheit als Schnittpunkt -, ist klar, besonders auf Kunden und das Tagesgeschäft. Jedoch erscheint mir diese Rückwirkung erst in zweiter Linie gegeben, vorrangig scheint da eher ein tieferliegendes Unverständnis – auch auf von der Designseite – zu herrschen, so unter dem Motto: Warum muss man sich das nur immer wieder antun – eine Seite auch unter diesem barrierefreien Aspekt zu beleuchten.
Pingback: sprungmarker » EfA-Tagung: Workshop 08 - Hübsch oder häßlich. Nachlese | Artikel von Sylvia Egger