3 Fragen – stöckchenweise :)

Eigentlich neige ich nicht zu derartigen Kettenreaktionen wie diese Fragestaffel-Ambitionen in Blogs. :) Aber so eine offene Fragerunde und ich bin nicht mal angestupst worden dazu, wie es immer so schön im Netzwerk Mixxt heißt. Abgeguckt hab ich mir das Procedere beim Webzeugkoffer: Das 3 Fragezeichen Stöckchen.

Obwohl ich bei Drei ? im Grunde nur an Justus, Peter und Bob denke, finde ich das Konzept ganz lustig. Man stellt 3 Fragen an die Leser und läßt Justus, Peter und Bob einen neuen Fall lösen mit drei neuen Blogs als Ausgangspunkt. Nee – Scherz beiseite – hier meine 3 Fragen aus dem Gebiet der Barrierefreiheit an meine tapfere Leserschaft:

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Techniken des WCAG 2: zu offen angelegt?

456 Berea Street ist ja mittlerweile immer zu wenig präsent, was sehr bedauerlich ist. Aber auch die schmalen eher Aperçus ähnlichen Anmerkungen sind oft noch sehr interessant. Auch die Feststellung, dass die Techniken des WCAG 2 eher kommentierwürdig sind, stimmt durchaus: Do you think a WCAG 2.0 technique can be improved? Let the W3C know.

Für meinen WCAG 2-Artikel für das Webstandards-Magazin hatte ich damit auch eher zu kämpfen. Einerseits gibt es erstmalig ein wunderbar offenes Konzept – die Techniken sind tatsächlich kommentierbar -, andererseits ist das Ergebnis eben Uneindeutigkeit.

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Der Deutsche Multimedia Award: Kritik von Jens Grochtdreis

Preise und Preisträger unter die Lupe zu nehmen, ist immer ein zwiespältiges Unterfangen und ein Wagnis. Jens Grochtdreis hat sich die Gewinner des diesjährigen Deutschen Mulitmedia Awards angesehen und sie hinsichtlich Webstandards unter die Lupe genommen: Der Deutsche Multimedia Award – eine Codekritik.

Multimedia wird offenbar immer noch mit Flash gleichgesetzt, sehr viele Gewinner sind reine Flash-Seiten. Und Multimedia bedeutet wohl auch, dass keiner unter die Oberfläche guckt, was an Codequalität unter der Haube ist. Leider – wie Jens Grochtdreis gut ausführt – immer noch viel zu wenig. Webstandards sind ja angeblich längst realisiert, sieht man sich die Gewinner an, lernt man wieder das Gruseln: Layouttabellen und eine Webstandards-Wild- und Ödnis. Undihm ist zuzustimmen, dass wir endlich einen Award für Webstandards brauchen: Wir benötigen einen Award, der das ganze Bild betrachten möchte. Wer lobt ihn aus?

zeldman.com: Redesign mit barrierefreien Abstrichen

Jeffrey Zeldman hat seine Seite einem Redesign unterzogen, das in seiner Schlichtheit geteilte Aufnahme gefunden hat. Aber hier geht es nicht darum, ob uns das Design gefällt, sondern um die Barrierefreiheit der Seite.

Zeldman als Webstandards-Guru setzt auf Webstandards und man möge meinen, die Seite würde dann auch barrierefrei sein. Das ist jedoch ein durchaus gängiges Missverständnis. Natürlich tragen Webstandards dazu bei, eine Seite barrierefrei zu machen, aber es reicht nicht. Sehen wir uns doch die barrierefreien Knackpunkte der Webseite an:

Update: Punkt eins Skalierbarkeit hat inTwitter gleich Kommentarstürme ausgelöst. :) Ich werfe Zeldman nicht vor, dass er seine gesamte Seite in einem fixen Layout realisiert. Die Frage dabei ist doch, ist das die Zukunft trotz oder weil des allumfassenden Browser-Zooms? Ich sehe diesen Relaunch, der ja nicht für den barrierefreien Bereich steht, durchaus auch als Signal.Zeldman selbst beschreibt den Relaunch ja als retro: It’s so retro it’s nowtro. Because old is the new new. Die Frage darf man stellen, ist dieses Retro-Vorgehen, wieder auf ein fixes Layout zurückzugehen, tatsächlich das Neue. Wird es für die Barrierefreiheit hinreichen, wird der Browser-Zoom Standard und auch richtig und hinreichend genutzt werden.

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