Mit Screenreadern testen (1): Zitatauszeichnung

Semantik in HTML ist ja etwas Wunderbares, interessant wird es, wenn man sich die Interpretation durch Screenreader genauer ansieht. Bei meiner Recherche zur Technikwürze zum Thema Formulare hatte ich schon an der einen oder anderen Stelle aufgehorcht. Immer mal wieder war mir nicht klar, habe ich die Semantik in HTML unzureichend gesetzt oder liegt es an der Kombination von Screenreader und / oder Browser / System. Daher werde ich jetzt in loser Folge semantische Auszeichnungen in Screenreadern testen. Den Anfang macht die Auszeichnung von Langzitaten – blockquote -, von Kurzzitaten mit Hilfe des q-Elementes und die jeweilige Zuordnung zur zitierten Quelle – cite.

Screenreader und Zitate: das Gesamtergebnis

Um gleich mit der argumentativen Tür ins Haus zu fallen: Es sieht durchwachsen aus mit der Ausgabe von Zitaten – nur Langzitate werden standardmäßig vorgelesen – aber auch nicht immer. Leider muss man sagen, die gesamte Semantik eines Artikels geht dann doch verloren. Der Weg kann nicht sein, jedes Zitat als blockquote-Element umzusetzen . Vor allem wenn man bedenkt, wie alt die semantische Auszeichnung von Zitaten ist. Die Verwendung reicht quasi ins HTML-Urgestein zurück: Kleine Geschichte des blockquote-Elements anhand der Spezifikationen.

Artikel weiterlesen

Kurz kommentiert: Der Quellcode gehört nur zur Aufgabe, nicht zur Lösung

Oliver Heeger hat in seinemBlog den BIENE Preisträger Manufactum auf Validität geprüft, war mit dem Ergebnis nicht zufrieden und versucht es an die herkömmliche Bedeutung einer Goldmedaille rückzubinden: Gold heißt für mich GOLD, 10 von 10 Punkten, besser geht’s nicht, Top of the Pops, 1a, FEHLERFREI!!!

Den W3C Validator zu nutzen, um eine Webseite auf ihre Validierung zu prüfen, ist ja für uns alle Tagesgeschäft, wir sollten aber, wenn wir eine Webseite prüfen, uns auch das Prüfprotokoll genau ansehen und die aufgeführten Fehler in einen entsprechenden Kontext setzen. Und weil es mir gerade Spass macht, greife ich ein wenig plagiathaft dabei auf Wittgensteins Tractatus Logico-Philosophicus zurück – sehr bescheidene Reminiszenz an mein Salzburger Philosophiestudium. ;)

Artikel weiterlesen

Fronteers 2009: meine erste Internationale :)

Anfang November habe ich meine erste internationale Konferenz besucht – die Fronteers 09 in Amsterdam. Grund genug auch mal einen kurzen Rückblick zu machen, vor allem weil der erste Konferenztag mal wieder so richtig Lust auf Webentwicklung gemacht hat.

Diese Lust hat auch wettgemacht, dass ich im kleinsten aller möglichen Hotelzimmer einquartiert wurde – 1,5 x 2,5 Meter – immerhin hat das Bett fast das ganze Zimmer ausgefüllt und das WLAN war hervorragend. ;) Amsterdam ist ja von Köln aus dann doch eher ums Eck und man fährt quasi mit der Bahn direkt ins Zentrum. Eine schöne, wenngleich sehr putzige Stadt – wie das Holländische im allgemeinen. Ja, ich mag das Holländische, fahre da ja auch jedes Jahr ans Meer, aber in so engen Kanalstädten find ich es ja immer zu kleinstädtisch. Aber nun zur Konferenz …

Artikel weiterlesen

Die barrierefreie Szene – eine Unlust

Aktuelle Debatten um die barrierefreie Szene, die ich in meinem Artikel Barrierefreiheit von unten: ein Schlichtungsversuch versucht habe zu beleuchten und in eine andere Richtung zu lenken, sind oftmals auch alte Debatten. Jens Grochtdreis hat die Debatte erneut aufgenommen mit Barrierefreiheit muss sexy sein und auch Eric Eggert mit Yes, we need accessibility laws hat versucht, die unscharfe Balance zwischen Gesetzgebung und barrierefreier Praxis noch einmal deutlich zu machen.

Rückblick auf den A-Tag ’08: ein Déjà-vu

Ich habe in meinen Archiven geblättert und meine Wünsche noch einmal Revue passieren lassen, die ich dem letztjährigen A-Tag hinterher geschickt habe: Schon letztes Mal war der Wunsch überpräsent, dass Barrierefreiheit cooler werden und auch mehr Spaß machen soll. Der Frauenanteil auf Konferenzen und in der barrierefreien Szene soll sich endlich erhöhen – und damit meinte ich nicht, dass es keine Frauen gäbe, die barrierefreies Webdesign machen. Nein, es ging mir darum, dass sie sich zu wenig in der Öffentlichkeit positionieren. Ich selbst durfte ja auf der Fronteers 09 vor kurzem erleben, was es heißt, von Molly Holzschlag wieder mal sehr intensiv darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass Frauen öffentlich sprechen müssen. Sie hat uns wenige Frauen dort ziemlich in die Bredouille gebracht.

Artikel weiterlesen