Standardisierung eine Geschmacksfrage?!

“Letzlich handelt es sich hier um eine Geschmacksfrage”, musste ich gestern hören.

Mit hier war das Überarbeiten eines HTML-Newsletters gemeint. Ich habe eingeworfen, dass vieles so aussieht, als ob es fertig sei, in HTML, aber wenn man die Oberfläche dann mal abhebt, sieht man erst den Bedarf.
Letztlich geht es in diesen Diskussionen immer wieder darum, dass Standardisierung nicht wirklich notwendig wird, wenn die Ausgabe oder Oberfläche von HTML OK (sprich: oberflächlich einen guten Eindruck macht) ist.

Aber: dass es auf lange Sicht gesehen bei Templates (als Beispiel hier: das eines HTML-Newsletters) sinnvoll ist, einen sauberen und gut strukturierten Quellcode abzugeben, will man grundsätzlich zwar einsehen, aber im Einzelfall gerne immer wieder zur Diskussion stellen. :-)

Der Einzelfall erschöpft sich dann für die einen gerne in der Zeitproblematik und für die anderen in der Stilfrage.

Zum Abschluss der Stilfrage hier eine schöne historische Fussnote aus dem Jahre 1995: Ein Teilnehmer berichtet von der 3. Internationalen WWW-Konferenz in Darmstadt. Stilfrage ist hier eindeutig mit Marktführerschaft gekoppelt. ;-)

Interessant, daß Netscape Corp. selbst gar nicht in Aktion trat. Natürlich liefen bei den Ausstellern Netscape-Browser, und auch ein deutscher Distributor stellte sich vor. Interessant für Nutzer, die als Nicht-Hochschul-Angehörige Netscape kaufen müssen. Und natürlich wurden die experimentellen Erweiterungen kritisch diskutiert (“The BLINK tag”), als es um die HTML-Standardisierung ging. Aber ganz eindeutig ist Netscape nun mal der “Marktführer” unter den WWW-Browsern.

Quelle: Nachbetrachtungen zur 3. Internationalen WWW-Konferenz (1995)

Eine Antwort auf „Standardisierung eine Geschmacksfrage?!“

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