zeldman.com: Redesign mit barrierefreien Abstrichen

Jeffrey Zeldman hat seine Seite einem Redesign unterzogen, das in seiner Schlichtheit geteilte Aufnahme gefunden hat. Aber hier geht es nicht darum, ob uns das Design gefällt, sondern um die Barrierefreiheit der Seite.

Zeldman als Webstandards-Guru setzt auf Webstandards und man möge meinen, die Seite würde dann auch barrierefrei sein. Das ist jedoch ein durchaus gängiges Missverständnis. Natürlich tragen Webstandards dazu bei, eine Seite barrierefrei zu machen, aber es reicht nicht. Sehen wir uns doch die barrierefreien Knackpunkte der Webseite an:

Update: Punkt eins Skalierbarkeit hat inTwitter gleich Kommentarstürme ausgelöst. :) Ich werfe Zeldman nicht vor, dass er seine gesamte Seite in einem fixen Layout realisiert. Die Frage dabei ist doch, ist das die Zukunft trotz oder weil des allumfassenden Browser-Zooms? Ich sehe diesen Relaunch, der ja nicht für den barrierefreien Bereich steht, durchaus auch als Signal. Zeldman selbst beschreibt den Relaunch ja als retro: It’s so retro it’s nowtro. Because old is the new new. Die Frage darf man stellen, ist dieses Retro-Vorgehen, wieder auf ein fixes Layout zurückzugehen, tatsächlich das Neue. Wird es für die Barrierefreiheit hinreichen, wird der Browser-Zoom Standard und auch richtig und hinreichend genutzt werden.

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WebAIM: Inhalt vor Screenreadern verstecken: Update

WebAIM hat heute auf ein sehr interessantes Problem hingewiesen: Hiding content for screen readers. Gängige Praxis ist es ja, Inhalte für Screenreader zu verstecken, sie aus dem sichtbaren Bereich der Webseite zu schieben.

Per CSS wird der Bereich dafür gemeinhin nach links (left: - 1000px) und nach oben in den Minusbereich (top: -1000px) verschoben. Enthält dieser versteckte Bereich etwa einen Link, wird dieser angesprungen, wenn man mit der Tastatur navigiert. Das bewirkt dann jedoch, dass der Browser bei jedem versteckten Link, der den Fokus erhält, wieder ganz nach oben springt.

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Relaunch Überraschungen: Kreis Heinsberg

In der Rubrik Relaunch Überraschungen werde ich mir ein wenig jene Webauftritte ansehen, die vor kurzem einen barrierefreien Relaunch gemacht haben.

Ich werde immer nur einige Stichpunkte herausgreifen, vor allem die markantesten. Es geht mir vor allem darum, allgemeinere Problemstellen und Schwachpunkte zur Diskussion zu stellen, aber auch gute Lösungen vorzustellen.

Mit dem Kreis Heinsberg mache ich den Anfang und beginne auch gleichzeitig mit einer manifesthaften Aufarbeitung aktuell drängender Fragen in der Barrierefreiheit.

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spd.de: Relaunch mit Hinterzimmer

Das Hinterzimmer meint im klassischen Sprachgebrauch einen Raum, wo geheime Absprachen stattfinden und ist meisthin im Gegensatz zum öffentlich zugänglichen Raum zu sehen, als Gegen-Salon quasi. Dort finden sich die ein, die nur einen begrenzten Zugang haben. :) Zugegeben die SPD meint mit ihrer alternativen Startseite sicherlich nicht den klandestinen, geheimen Zugang, sondern im Gegenteil den Zugang für all jene, die Probleme mit der animierten Startseite haben.

twitter hat ja mittlerweile Kultwert, was Schnelligkeit und Meinungsknapptheit anbelangt. Gestern noch sprach ich dort an, dass diese Sonderlösung nicht wirklich notwendig ist. Martin Ladstätter von BIZEPS votierte jedoch dafür, dass die gesamte Seite ja barrierefrei sei. Warum sich also dann über diese Sonderlösung auf der Startseite noch unterhalten?

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A-Tag '08: Die Zukunft ist heute

Das war ein starkes Jahr in Sachen Barrierefreiheit und Konferenz: Da hatten wir die Tagung von Einfach für alle, in Teilen den Webkongress Erlangen und nun am 21.11. den A-Tag ’08 in Wien und damit auch ein sehr reiseintensives Jahr.

Ich habe das perspektivische Schlusslicht nicht absichtlich gewählt – in Wien war es schlicht zu kalt und schneedicht, sodass ich gesundheitlich etwas in die Knie gegangen bin danach -, aber es ist ein interessanter Ansatz, so kann ich weiter ausholen und von anderen schon bereits Angemerktes einholen. :) Vor allem gibt es einiges, was durchaus österreichspezifisch ist, anzumerken. Wien ist ja wohl immer eine Reise wert, vor allem wenn man die Bahn nimmt. ;) Und meine Begegnung mit Wien war in den letzten Jahren eher sehr sporadisch, deswegen war ich doppelt gespannt, wie wir klar kommen werden: Wien und ich, ach ja – und die Konferenz natürlich.

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