Die barrierefreie Szene – eine Unlust

Aktuelle Debatten um die barrierefreie Szene, die ich in meinem Artikel Barrierefreiheit von unten: ein Schlichtungsversuch versucht habe zu beleuchten und in eine andere Richtung zu lenken, sind oftmals auch alte Debatten. Jens Grochtdreis hat die Debatte erneut aufgenommen mit Barrierefreiheit muss sexy sein und auch Eric Eggert mit Yes, we need accessibility laws hat versucht, die unscharfe Balance zwischen Gesetzgebung und barrierefreier Praxis noch einmal deutlich zu machen.

Rückblick auf den A-Tag ’08: ein Déjà-vu

Ich habe in meinen Archiven geblättert und meine Wünsche noch einmal Revue passieren lassen, die ich dem letztjährigen A-Tag hinterher geschickt habe: Schon letztes Mal war der Wunsch überpräsent, dass Barrierefreiheit cooler werden und auch mehr Spaß machen soll. Der Frauenanteil auf Konferenzen und in der barrierefreien Szene soll sich endlich erhöhen – und damit meinte ich nicht, dass es keine Frauen gäbe, die barrierefreies Webdesign machen. Nein, es ging mir darum, dass sie sich zu wenig in der Öffentlichkeit positionieren. Ich selbst durfte ja auf der Fronteers 09 vor kurzem erleben, was es heißt, von Molly Holzschlag wieder mal sehr intensiv darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass Frauen öffentlich sprechen müssen. Sie hat uns wenige Frauen dort ziemlich in die Bredouille gebracht.

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A-Tag '08: Die Zukunft ist heute

Das war ein starkes Jahr in Sachen Barrierefreiheit und Konferenz: Da hatten wir die Tagung von Einfach für alle, in Teilen den Webkongress Erlangen und nun am 21.11. den A-Tag ’08 in Wien und damit auch ein sehr reiseintensives Jahr.

Ich habe das perspektivische Schlusslicht nicht absichtlich gewählt – in Wien war es schlicht zu kalt und schneedicht, sodass ich gesundheitlich etwas in die Knie gegangen bin danach -, aber es ist ein interessanter Ansatz, so kann ich weiter ausholen und von anderen schon bereits Angemerktes einholen. :) Vor allem gibt es einiges, was durchaus österreichspezifisch ist, anzumerken. Wien ist ja wohl immer eine Reise wert, vor allem wenn man die Bahn nimmt. ;) Und meine Begegnung mit Wien war in den letzten Jahren eher sehr sporadisch, deswegen war ich doppelt gespannt, wie wir klar kommen werden: Wien und ich, ach ja – und die Konferenz natürlich.

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Tab Parade: Nutzer helfen sich selbst

Robert Lender rief den Internationen Tag der Tastatur aus und war damit Initiator für die diesjährige Blogparade, die Tab Parade, die von Robert Lender und MAIN_web veranstaltet wird.

15.10. bis 25.11.2008Ich rufe dieses Jahr zum Jahr der Social Accessibility aus, weil es durchaus einen Trend gibt, dass die Nutzer sich ihr Web selbst reparieren, ihre Barrieren selbst in die Hand nehmen. Das kann man am Social Accessibility Projekt von IBM und an der Firefox Erweiterung Webvisum gut erkennen, die beide community-basiert ausgefeilte Techniken und Oberflächen anbieten, um Barrieren auf Webseiten quasi von außen zu korrigieren. Sie nutzen dafür gängige Web 2.0-Techniken, mit denen Nutzer kommentieren und Reparaturen vornehmen können.

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