Nicht wirklich alle Wege führen nach Rom – Barrierefreiheit als Nummernrevue

Man könnte an die Kritik des Artikels 10 Ways To Make Your Site Accessible Using Web Standards des Smashing Magazins auf zwei Arten herangehen: einmal mit dem Smashing Magazine und dann mit Webstandards im Mittelpunkt.

Dass alle oder zumindest tausende Wege nach Rom führen, wurde durch die Sammlung um einen Mittelpunkt und gleichzeitig durch die Entfernung von diesem argumentativ festgelegt. Wie sich Platzhirsche und Meme (wichtige Themen) nun mal positionieren. Die erste Herangehensweise setzt das Smashing Magazine in den Mittelpunkt der Kritik, um das sich alles andere positioniert. Gerade als Platzhirsch käme dem Magazin die Rolle zu, einen Artikel, der inhaltlich weder sonderlich strukturiert und noch dazu mit vielen Fehlern behaftet ist, entsprechend zu kommentieren oder zu überarbeiten. Der Artikel wurde bis dato im Bookmarksystem Delicious über 1000 mal gespeichert. Bis heute wurde der Artikel, trotz heftiger Kritik in den Kommentaren, nicht korrigiert.

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Die Barrierefreiheit heranzoomen: ein Ausblick

Als ich letzthin den Relaunch von zeldman.com ein wenig unter die barrierefreie Lupe genommen habe und dabei das fixe Pixel-Layout etwas überrascht zur Kenntnis genommen habe, gab es sofort Kritik. Sieht man sich die Diskussion in Sachen Pixel-Revival und Page Zoom in den aktuellen Browsern an, spürt man, wir bewegen uns offenbar auf wieder unsicherem Terrain.

Unsicheres Terrain wäre ja durchaus nichts ungewohntes – schon gar nicht in der barrierefreien Optimierung. Leider ist die Diskussion eher durch die übliche Abgrenzungsstrategie gekennzeichnet – was den Frontendbereich nur zu oft kennzeichnet: Ist es nicht Flash, gegen das man sich absetzt, dann sind es jetzt flexiblere Layoutformen – insbesondere elastisches Layout in em realisiert. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann fängt man schlicht an zu mauern und gibt dem Pixel die Alleinherrschaft zurück, die er im übrigen nie verloren hat.

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WCAG 2: was ist dann 200% Vergrößerung

Langsam aber sicher arbeite ich mich durch die Ecken und Kanten des WCAG 2 durch und stecke derzeit fest an der Skalierbarkeit. Laut WCAG 2 gilt, dass Text ohne assistive Technologie auf 200% vergrößerbar sein soll.

1.4.4 Resize text: Except for captions and images of text, text can be resized without assistive technology up to 200 percent without loss of content or functionality. (Level AA)

Quelle: WCAG 2

Mein Problem ist, wie definiert sich nun die 200%? Das WCAG 2 definiert das nicht weiter, nur in einem Beispiel, wird auf einen Nutzer verwiesen, der die Schrift von 1em auf 1.2 em vergrößert.

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Die WCAG 2 nun auch vertont :)

Ich hatte ja schon auf den WCAGSong von David MacDonald hingewiesen. Jetzt gibt es doch glatt ein Update auf das WCAG 2.

Ich hatte den Künstler deswegen angeschrieben und erhielt heute eine Mail: Er hat den Song auf das WCAG 2 hin upgedated und er sei noch viel besser als der vorherige. ;) Ich habe gerade reingehört, das ist nun definitiv tanzbar und Sharky, der Screenreader, hat einen wirklich guten Hip-Hop-Beat drauf. Besonders witzig, wie Sharky das Sprechtempo immens erhöht – im Hip-Hop ein Muss – und darauf hinweist, dass es genug gibt, die ihn so noch verstehen. ;) Das erinnert mich wieder daran, dass ich mehr Screenreader-Praxis brauche!