Rezension: Das Web 2.0 unter dem Aspekt der Barrierefreiheit – XING

Leider gibt es immer noch viel zu wenig aktuelle Bücher zum Thema Barrierefreiheit – abseits der Standardwerke tut sich da eher gar nichts -, insofern ist die Neuerscheinung von Kristin Göbel Das Web 2.0 unter dem Aspekt der Barrierefreiheit. Untersuchung der Webanwendung XING schon einen genaueren Rezensionsblick wert.

Im Grunde ist der Titel der Arbeit selbsterklärend: Die Arbeit nimmt sich die Barrierefreiheit im Web 2.0 vor und versucht dessen Barrieren anhand eines konkreten Webauftrittes – der Plattform XING – aufzuzeigen. Die Grundlage für die Analyse bildet der BITV-Test der BIK. Bevor es jedoch damit konkret an das BITV-Test-Punkteschema geht, wird Begriffsklärung betrieben und sowohl Barrierefreiheit und Web 2.0 definiert.

Prinzipiell ist es sehr erfreulich, dass so ganz konkrete Seitenevaluierungen auch mal in Buchform gebracht werden, trotzdem bleibt das Ergebnis in seiner Gesamtheit leider nur vorläufig, weil sich gerade im Bereich der Barrierefreiheit sowohl das gesetzliche als auch technische Rad zu schnell weiterdreht.

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Techniken des WCAG 2: zu offen angelegt?

456 Berea Street ist ja mittlerweile immer zu wenig präsent, was sehr bedauerlich ist. Aber auch die schmalen eher Aperçus ähnlichen Anmerkungen sind oft noch sehr interessant. Auch die Feststellung, dass die Techniken des WCAG 2 eher kommentierwürdig sind, stimmt durchaus: Do you think a WCAG 2.0 technique can be improved? Let the W3C know.

Für meinen WCAG 2-Artikel für das Webstandards-Magazin hatte ich damit auch eher zu kämpfen. Einerseits gibt es erstmalig ein wunderbar offenes Konzept – die Techniken sind tatsächlich kommentierbar -, andererseits ist das Ergebnis eben Uneindeutigkeit.

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Tab Parade: Nutzer helfen sich selbst

Robert Lender rief den Internationen Tag der Tastatur aus und war damit Initiator für die diesjährige Blogparade, die Tab Parade, die von Robert Lender und MAIN_web veranstaltet wird.

15.10. bis 25.11.2008Ich rufe dieses Jahr zum Jahr der Social Accessibility aus, weil es durchaus einen Trend gibt, dass die Nutzer sich ihr Web selbst reparieren, ihre Barrieren selbst in die Hand nehmen. Das kann man am Social Accessibility Projekt von IBM und an der Firefox Erweiterung Webvisum gut erkennen, die beide community-basiert ausgefeilte Techniken und Oberflächen anbieten, um Barrieren auf Webseiten quasi von außen zu korrigieren. Sie nutzen dafür gängige Web 2.0-Techniken, mit denen Nutzer kommentieren und Reparaturen vornehmen können.

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[sprungmarker: extern] Der BIENE-Wettbewerb in der Krise?

Die Preisverleihung des BIENE-Wettbewerbs ist auf den 30. Januar 2009 verschoben worden und schon sind die Spekulations-Aktien in der barrierefreien Szene enorm gestiegen. ;) Über die Ursachen wird jetzt kräftig gemunkelt. Der Barrierekompass hat gleich zweimal mitspekuliert.

Auf das erste Spekulations-Paket BIENE erst Ende Januar!, das den Fokus auf die Problematik legt, ob das Testverfahren der BIENE für Web 2.0 hinreicht, habe ich mit der Aktie Der BIENE-Wettbewerb in der Krise? geantwortet. Grundsätzlich schliesse ich mich der Argumentation des Barrierekompass an, versuche jedoch den Blickwinkel noch etwas weiter zu stecken: Sind Wettbewerbe im Internet überhaupt nachhaltig genug? Können sie mit den aktuellen Entwicklungen mithalten?

[sprungmarker extern] Social Accessibility: Wir reparieren uns das Web selbst

sprungmarker extern: Unregelmäßig regelmäßig darf ich nun Artikel für den Barrierekompass beisteuern. Auch so eine schöne Möglichkeit, den Blog kurzfristig zu verlassen und neue Ufer zu betreten.

Gestartet bin ich mit einem Artikel, der die aktuell interessante Tendenz der Social Accessibility (populär wurde der Begriff erst durch das Social Accessibility Project von IBM) zusammenfasst und verkontextet, quasi das Mitmachweb unter dem Aspekt der Barrierefreiheit. Die Fragen, die diese Projekte aufwerfen, gilt es abzuwägen und nicht nur vorläufig zu beantworten:

Beide aktuellen Projekte zeigen tatsächlich eine interessante, neue Tendenz, gegen Barrieren auf Webseiten vorzugehen. Das passt auch alles bis zu einem gewissen Grad in die Web 2.0-Tendenz, die den Nutzer aktiviert und seine Inhalte miteinbringt. Aber wir müssen auch ehrlich sein, genauso divers werden diese Projekte dann auch bleiben.

Quelle: Social Accessibility: Wir reparieren uns das Web selbst (Barrierekompass)