Die Webprärie und ihre Kritik: ein abgehalfterter Blick

Der Deutschen Mulitmedia Awards (DMA) steht weiterhin im Zeichen der Kritik. Nach der Codekritik von Jens Grochtdreis versucht nun Gerrit van Aaken mit Killt die Killer-Websites! die kreative Zunft dort zu packen, wo es ihnen am wehsten tut: bei ihrer Coolness, die sich gerne kreativ verspielt, aber letztlich in ihren Arbeiten zu oft selbst beschränkt.

Man kann Gerrit durchaus nur zustimmen – ich denke jeder von uns hat so seine Erfahrungen mit Kreativen – für mich sind es dann eher die Designer – , die einem gerne täglich auf die wunderbar andere Welt der coolen, hippen Seiten aufmerksam machen. Als wüsste man nicht selbst genau, es gibt auch noch etwas außerhalb von Auftritt xy, Anwendung ab und Microsite def.

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Der Deutsche Multimedia Award: Kritik von Jens Grochtdreis

Preise und Preisträger unter die Lupe zu nehmen, ist immer ein zwiespältiges Unterfangen und ein Wagnis. Jens Grochtdreis hat sich die Gewinner des diesjährigen Deutschen Mulitmedia Awards angesehen und sie hinsichtlich Webstandards unter die Lupe genommen: Der Deutsche Multimedia Award – eine Codekritik.

Multimedia wird offenbar immer noch mit Flash gleichgesetzt, sehr viele Gewinner sind reine Flash-Seiten. Und Multimedia bedeutet wohl auch, dass keiner unter die Oberfläche guckt, was an Codequalität unter der Haube ist. Leider – wie Jens Grochtdreis gut ausführt – immer noch viel zu wenig. Webstandards sind ja angeblich längst realisiert, sieht man sich die Gewinner an, lernt man wieder das Gruseln: Layouttabellen und eine Webstandards-Wild- und Ödnis. Und ihm ist zuzustimmen, dass wir endlich einen Award für Webstandards brauchen: Wir benötigen einen Award, der das ganze Bild betrachten möchte. Wer lobt ihn aus?

Blue Beanie Day 2008: mit der blauen Kapuze für Webstandards und Barrierefreiheit

Wenn es schon mal was zu feiern gibt, dann aber richtig. Heute ist Blue Beanie Day, der mit dem Tragen von blauen Mützen auf Webstandards und Barrierefreiheit aufmerksam macht. Leider kann ich meine blaue Kapuze heute nicht nach draußen begleiten, aber immerhin in da house & in da mood. ;)

Irgendwie hat das natürlich auch ein wenig von einer flickr-Sammelbildchen-Stunde, aber naja – keep social networking. Und um für Webstandards und Barrierefreiheit einzustehen, braucht es natürlich doch mehr als einen Bildwechsel, aber da Bilder uns ja bekanntlich auch ausmachen, ist es immerhin ein Anfang, eine starke Mütze zu tragen.

Daher auch mein Gestus des gängig Dämonischen. ;) Und ich sag mal salopp, Kapuzen müssen da auch mit ran – certamente. Wer noch bemützt oder verkapuzt teillnehmen möchte, muss sich sputen, das entsprechende Bild noch in die lokalere flickr-Gruppe Blue Beanie Day 2008 oder in die weltweite bluebeanieday2008-Gruppe zu platzieren.

Blue Beanie Day 2008 - sprungmarker mit blauer Kapuze im Hip-Hop-Style

[sprungmarker extern] Operas MAMA Studie

Opera hat eine strukturelle Suchmaschine erarbeitet – MAMA -, die nicht Inhalte liefert sondern Strukturen von Webseiten. Gleichzeitig werden diese Strukturen auch noch auf den W3C-Standard hin geprüft.

Bis die Suchmaschine öffentlich nutzbar ist, hat Opera nun die erste Stichprobe von 3,5 Millionen URLs ausgewertet auf ihre Validität hin. Von dieser ganzen Summe sind nur mal 4,13% der Seiten vollständig valide. Das hat in der Webstandards-Gemeinde wieder viel Aufsehen erregt, aber, wie oft bei Statistiken, lohnt es sich genauer hinzusehen. Das hab ich getan: Operas MAMA-Studie: Die durchschnittliche Webseite validiert nicht

Bewegung ist alles!

Eric Eggert ruft in seinem Artikel “Bewegung!” dazu auf, dass wir alle – aber vor allem wir Entwickler – wieder beweglicher werden, aufgeschlossener, experimentierfreudiger. Da kann man ihm nur zustimmen! Standardisierung meint nicht, alles fest zu klopfen und auf dem Status Quo hocken zu bleiben. Wer nicht täglich ein neues Element, ein neues Skript oder ein neues Wagnis eingeht, wird die Standards nicht weiter bringen. Ich habe diese IE-Fixiertheit über die Jahre nur bedingt verstanden. Aber auch in dieser Hinsicht hat sich einiges verändert, auch beim Kunden. Der IE6 ist nicht mehr das Kummereck, sondern schlicht nur ne weitere CSS-Datei.